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Taggeldversicherung: Ihr finanzielles Sicherheitsnetz bei Arbeitsausfall

Ein unerwarteter Krankheitsfall, ein Unfall oder eine Mutterschaft kann schnell zu einer längeren Arbeitsunfähigkeit führen. In solchen Situationen ist die Taggeldversicherung ein entscheidendes finanzielles Sicherheitsnetz, das Ihren Lohn- oder Erwerbsausfall kompensiert. Sie schützt Sie vor finanziellen Engpässen und sorgt dafür, dass Sie sich auf Ihre Genesung oder Ihre Familie konzentrieren können, ohne sich Sorgen um Ihr Einkommen machen zu müssen.

Diese freiwillige Versicherung ist eine wertvolle Ergänzung zu den gesetzlichen Leistungen und kann erhebliche Einkommenslücken schliessen. Besonders in der Schweiz, wo die Dauer der Lohnfortzahlungspflicht des Arbeitgebers variieren kann, ist eine private Taggeldversicherung oft unerlässlich.

 

Was ist eine Taggeldversicherung und warum ist sie so wichtig?

Die Taggeldversicherung dient dazu, den finanziellen Schaden durch einen Ausfall Ihres Arbeitseinkommens zu minimieren, wenn Sie aufgrund einer Krankheit, eines Unfalls oder einer Mutterschaft vorübergehend arbeitsunfähig sind. Sie sorgt dafür, dass Sie trotz fehlender Arbeitsfähigkeit weiterhin ein regelmässiges Einkommen erhalten.

Die Bedeutung der Taggeldversicherung liegt darin, dass sie:

  • Einkommenslücken schliesst: Wenn Ihr Arbeitgeber keine kollektive Taggeldversicherung abgeschlossen hat oder die gesetzliche Lohnfortzahlung endet, kann es zu erheblichen finanziellen Engpässen kommen. Die Taggeldversicherung überbrückt diese Zeit.
  • Finanzielle Sicherheit bietet: Sie erhalten ein vertraglich vereinbartes Taggeld, das Ihnen hilft, Ihre laufenden Kosten zu decken und Ihren Lebensstandard zu halten.
  • Flexibilität ermöglicht: Sie können die Höhe des Taggelds, die Wartezeit und die Dauer der Auszahlung nach Ihren Bedürfnissen festlegen.

 

Für wen ist eine Taggeldversicherung sinnvoll?

Während viele Arbeitnehmer durch die Kollektivversicherung ihres Arbeitgebers abgesichert sind, gibt es doch verschiedene Personengruppen, für die eine private Taggeldversicherung von existenzieller Bedeutung oder eine sinnvolle Ergänzung ist.

Selbstständige, Freiberufler & Freelancer

Für selbstständige Erwerbstätige, Freiberufler und Freelancer ist eine Taggeldversicherung oft existenziell. Ohne diese Absicherung erhalten sie ab dem ersten Tag eines Arbeitsausfalls kein Einkommen mehr. Die private Taggeldversicherung schützt sie vor diesem direkten und vollständigen Erwerbsausfall.

Angestellte

Auch für Angestellte kann eine private Taggeldversicherung attraktiv sein, selbst wenn sie über den Arbeitgeber versichert sind. Die gesetzliche Lohnfortzahlungspflicht des Arbeitgebers ist zeitlich begrenzt und kann je nach Kanton und Dienstjahren variieren. Zudem sind die Lohnfortzahlungen des Arbeitgebers in der Regel AHV-pflichtig, während die Taggelder aus einer privaten Versicherung es nicht sind. Eine ergänzende Taggeldversicherung schliesst diese Lücken und bietet zusätzliche Sicherheit. Es ist ratsam, die Police der Kollektiv-Krankentaggeldversicherung des Arbeitgebers zu überprüfen und gegebenenfalls unabhängigen Rat einzuholen.

Studierende, Hausfrauen und -männer

Personen wie Studierende, Hausfrauen und -männer haben in der Regel nicht die Möglichkeit, einer Kollektiv-Krankentaggeldversicherung beizutreten. Eine freiwillige Taggeldversicherung bietet auch ihnen finanziellen Schutz. Im Falle einer Arbeitsunfähigkeit kann das Taggeld beispielsweise zur Finanzierung einer Haushaltshilfe genutzt werden, da auch die Sorge um Familie und Haushalt als echte Arbeit gilt.

Personen in Teilzeit

Bei einem geringen Teilzeitpensum können die Auswirkungen eines Lohnausfalls besonders gravierend sein. Eine Taggeldversicherung ist hier eine wertvolle Absicherung, um finanzielle Engpässe zu vermeiden.

 

KVG vs. VVG: Die zwei Modelle der Taggeldversicherung

In der Schweiz gibt es zwei Hauptmodelle der Taggeldversicherung, die sich in ihren gesetzlichen Grundlagen, den Aufnahmebedingungen und den Leistungen unterscheiden: die Taggeldversicherung nach KVG (Krankenversicherungsgesetz) und nach VVG (Versicherungsvertragsgesetz).

Taggeldversicherung nach KVG (Krankenversicherungsgesetz)

Die gesetzliche Grundlage für diese Form der Taggeldversicherung ist im Krankenversicherungsgesetz verankert. Sie kann als freiwillige Leistung in die Grundversicherung integriert werden.

Wichtige Merkmale der KVG-Taggeldversicherung:

  • Aufnahme: Interessenten werden nach individueller Prüfung und Beantwortung von Gesundheitsfragen aufgenommen. Bei bestehenden Krankheiten darf die Krankenkasse maximal für fünf Jahre Vorbehalte äussern.
  • Prämien: Frauen und Männer zahlen identische Prämien, da das Geschlecht keinen Einfluss hat. Die Prämien trägt der Versicherungsnehmer alleine, da es keine Unterstützung durch die öffentliche Hand gibt.
  • Leistungen:
    • Das Taggeld darf in der Grundversicherung höchstens 10 Franken pro Tag betragen.
    • Es werden bis zu 720 Taggelder innerhalb von 900 Tagen geleistet.
    • Die Leistung greift ab einer Arbeitsunfähigkeit von 50 Prozent oder mehr.
    • Bei Mutterschaft ist die Arbeitsunfähigkeit abgedeckt, wenn der Vertrag mindestens 270 Tage vor der Geburt abgeschlossen wurde. Die Leistungen werden für bis zu 16 Wochen erbracht.

Taggeldversicherung nach VVG (Versicherungsvertragsgesetz)

Die Taggeldversicherung nach VVG ist im Bundesgesetz über den Versicherungsvertrag geregelt und bietet in der Regel flexiblere Gestaltungsmöglichkeiten und höhere Leistungen. Sie wird oft als Zusatzversicherung abgeschlossen.

Wichtige Merkmale der VVG-Taggeldversicherung:

  • Aufnahme: Nach dem Grundsatz der Vertragsfreiheit dürfen Krankenkassen die Aufnahme ablehnen und Prämien nach Kriterien wie Gesundheitszustand, Alter und Geschlecht festlegen.
  • Prämien: Können je nach Risikoeinschätzung variieren.
  • Leistungen:
    • Höhere Taggelder: Im Gegensatz zum KVG sind hier höhere Beträge möglich, beispielsweise bis zu 500 Franken pro Tag.
    • Frei wählbar: Höhe und Dauer der Leistungen können frei zwischen Versicherung und Versicherten vereinbart werden.
    • Dauer: Auszahlungen erfolgen oft während maximal 720 Tagen innerhalb von 900 Tagen.
    • Arbeitsunfähigkeit: Entschädigung ist bereits ab einer Arbeitsunfähigkeit von 25% (z.B. bei Groupe Mutuel) oder 50% (z.B. bei Sanitas Salary) möglich.
    • Mutterschaft: Die Versicherung der Arbeitsunfähigkeit infolge Mutterschaft erfordert in der Regel eine Zusatzprämie. Da viele Krankenkassen einen Nachweis zum Erwerbsausfall voraussetzen, sind diese Produkte für viele Hausfrauen ungeeignet.

Wichtige Aspekte beim Abschluss einer Taggeldversicherung

Bevor Sie eine Taggeldversicherung abschliessen, sollten Sie verschiedene Punkte sorgfältig prüfen, um den optimalen Schutz für Ihre individuelle Situation zu finden.

Wartefrist

Die Wartefrist legt fest, wie lange Sie nach Ihrer Erkrankung oder Ihrem Unfall warten müssen, bis die ersten Taggelder ausbezahlt werden. Sie haben die Wahl zwischen verschiedenen Wartefristen, zum Beispiel von 10 bis 360 Tagen. Wichtig: Je länger die Wartefrist, desto niedriger ist in der Regel Ihre Versicherungsprämie. Selbstständige erhalten während dieser Frist kein Geld.

Taggeldhöhe

Sie wählen bei Vertragsabschluss die Höhe des Taggelds. Das Taggeld deckt im Durchschnitt zwischen 80 Prozent und 100 Prozent des versicherten Arbeitslohnes ab. Im VVG-Bereich sind beispielsweise Taggelder bis zu 500 Franken pro Tag möglich.

Leistungsdauer

Die Dauer des Taggeldbezugs ist ebenfalls wählbar, typische Optionen sind 365, 730 oder 1’095 Tage. Häufig werden bis zu 720 Taggelder innerhalb von 900 Tagen ausgezahlt. Falls das Taggeld aufgrund der Zusammenführung mit anderen Sozialversicherungen (wie IV oder SUVA) gekürzt wird, kann sich die Bezugsdauer entsprechend verlängern.

Teilweise Arbeitsunfähigkeit

Viele Taggeldversicherungen zahlen auch bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit. Bereits ab einer Arbeitsunfähigkeit von 25% (z.B. bei Groupe Mutuel) oder 50% (z.B. bei Sanitas Salary) erhalten Sie eine Entschädigung, die entsprechend dem Grad der Arbeitsunfähigkeit gezahlt wird.

Mutterschaft

Für die Absicherung bei Mutterschaft gibt es spezielle Bedingungen. Im KVG-Bereich muss die Versicherung in der Regel mindestens 270 Tage vor der Geburt abgeschlossen werden, und Leistungen werden für bis zu 16 Wochen erbracht. Bei VVG-Produkten ist oft eine Zusatzprämie erforderlich.

Aufnahmealter und Vorerkrankungen

Die meisten Versicherungen haben Altersgrenzen für den Abschluss, z.B. bis zum Alter von 54 Jahren (Groupe Mutuel) oder zwischen dem 15. und 65. Lebensjahr (Quelle 2). Einige Anbieter, wie Sanitas, bieten zudem die Möglichkeit, auch Personen mit bestehenden Erkrankungen oder Unfallfolgen eine volle Deckung zu ermöglichen, oft mit einem individuellen Prämienzusatz.

Vergleich ist essenziell

Das Angebot an Taggeldversicherungen ist gross, und die Unterschiede bei Leistungen und Kosten können immens sein – bis zu 40 Prozent Prämienunterschied sind möglich. Ein gründlicher Vergleich ist daher unerlässlich, um bares Geld zu sparen und den passenden Schutz zu finden.

 

Ergänzender Schutz: Was passiert bei dauerhafter Erwerbsunfähigkeit?

Eine Taggeldversicherung deckt den vorübergehenden Lohnausfall ab. Was aber, wenn eine Arbeitsunfähigkeit dauerhaft wird und zu einer Invalidität führt? In diesem Fall benötigen Sie einen noch umfassenderen Schutz.

Eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung ist die ideale Ergänzung zur freiwilligen Taggeldversicherung. Diese sichert Sie vor den finanziellen Folgen einer langfristigen oder dauerhaften Erwerbsunfähigkeit ab. Sie können eine solche Versicherung sogar als steuerlich begünstigte Säule 3a Variante im Rahmen der gebundenen Altersvorsorge abschliessen. Auch Kapitalversicherungen, die bei Invalidität oder Tod durch Unfall eine Leistung auszahlen, bieten zusätzlichen Schutz.

 

Ihre Vorteile bei vopo.ch: Unabhängige Beratung und Vergleich

Die Wahl der richtigen Taggeldversicherung kann komplex sein. Bei vopo.ch unterstützen wir Sie dabei, den Überblick zu behalten und die für Sie optimale Lösung zu finden.

Ihre Vorteile mit vopo.ch:

  • Unabhängige Expertenberatung: Wir sind an kein Versicherungsunternehmen gebunden und beraten Sie objektiv und kompetent. Unsere Fachberater analysieren Ihre persönliche Situation und Ihre Bedürfnisse.
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  • Kostenersparnis: Durch den Vergleich können Sie jährlich Hunderte von Franken an Prämien sparen, ohne Abstriche beim Leistungsumfang machen zu müssen.
  • Individuelle Lösungen: Ganz gleich, ob Sie selbstständig sind, angestellt, studieren oder Hausfrau/-mann – wir finden den passenden Schutz für Ihre Lebensphase.

 

Fazit

Eine Taggeldversicherung ist ein unverzichtbarer Bestandteil Ihrer finanziellen Vorsorge, der Sie und Ihre Familie vor den unvorhersehbaren Folgen eines Arbeitsausfalls schützt. Ob als Ergänzung zur Lohnfortzahlung des Arbeitgebers oder als essenzielle Absicherung für Selbstständige – der richtige Schutz ist Gold wert. Da die Angebote und Konditionen der verschiedenen Versicherer stark variieren, ist ein detaillierter Vergleich entscheidend, um die ideale Lösung zu finden.

 

Häufig gestellte Fragen (FAQs) zur Taggeldversicherung

1. Reicht die Lohnfortzahlungspflicht des Arbeitgebers nicht aus? Zwar sind Arbeitgeber gesetzlich zur Lohnfortzahlung im Krankheitsfall verpflichtet, doch die Dauer und Höhe unterscheiden sich je nach Kanton und Dienstjahren erheblich. Oft deckt die gesetzliche Lohnfortzahlung nur 80 % des Lohnes ab und ist AHV-pflichtig. Taggelder aus einer privaten Taggeldversicherung sind hingegen nicht AHV-pflichtig und können diese Lücken schliessen.

2. Was bedeutet die Wartefrist bei einer Taggeldversicherung? Die Wartefrist ist der Zeitraum nach Eintritt Ihrer Arbeitsunfähigkeit, in dem noch keine Taggelder von der Versicherung ausbezahlt werden. Sie können diese Frist selbst wählen, zum Beispiel zwischen 10 und 360 Tagen. Eine längere Wartefrist führt in der Regel zu niedrigeren Prämien.

3. Wer kann eine Taggeldversicherung abschliessen? In der Schweiz wohnhafte oder erwerbstätige Personen – einschliesslich Grenzgänger – können eine Taggeldversicherung bei einer autorisierten Versicherungsgesellschaft abschliessen. Das Beitrittsrecht ist auf Personen beschränkt, die das 15. Lebensjahr vollendet und das 65. Lebensjahr noch nicht erreicht haben. Angestellte, Selbstständige, Studierende, Hausfrauen und -männer können von dieser Versicherung profitieren.

4. Gibt es Unterschiede zwischen KVG- und VVG-Taggeldversicherungen? Ja, es gibt wesentliche Unterschiede. Die KVG-Taggeldversicherung ist im Krankenversicherungsgesetz geregelt, bietet in der Grundversicherung ein maximales Taggeld von 10 CHF pro Tag und muss bei Vorerkrankungen maximal für fünf Jahre Vorbehalte äussern. Die VVG-Taggeldversicherung hingegen ist im Versicherungsvertragsgesetz geregelt, bietet flexiblere und höhere Taggelder (z.B. bis 500 CHF/Tag), hat aber keine Aufnahmepflicht und kann Prämien nach Gesundheitszustand, Alter und Geschlecht festlegen.

5. Wie lange erhält man Krankentaggeld und welche Summe wird ausbezahlt? Die Bezugsdauer variiert je nach Vertrag, liegt aber typischerweise bei maximal 720 Tagen innerhalb von 900 Tagen. Die Höhe des Taggeldes wird bei Vertragsabschluss festgelegt und deckt im Durchschnitt zwischen 80 und 100 Prozent des versicherten Arbeitslohnes ab. Bei Mutterschaft entfällt die 720-tägige Bezugsdauer; stattdessen erhält die Mutter Leistungen für einen Zeitraum von bis zu 16 Wochen.

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